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Alfred Hermann Fried


Dem österreichischen Buchhändler, Schriftsteller, Publizisten und Pazifisten Alfred Hermann Fried wurde 1911 der Friedensnobelpreis zuerkannt. Geboren wurde er am 11. November 1864 in Wien. Nach der Schulzeit erlernte er den Beruf eines Buchhändlers, arbeitete ab 1883 in Berlin und gründete dort mit Jaques Gnadenfeld einen Verlag. Die Eindrücke einer Kriegsbilderausstellung, die er 1881 besucht hatte, bestimmten seinen weiteren Weg. Er wurde zum Pazifisten.


Gemeinsam mit der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner gab er die Zeitschrift „Die Waffen nieder!“ heraus. In der Zeitschrift „Die Friedenswarte“ veröffentlichte er seine pazifistischen Ideen.


1892 wurde er zum Mitbegründer der „Deutschen Friedensgesellschaft“. Er arbeitete an Friedenskonferenzen und europaweiten interparlamentarischen Konferenzen mit und setzte sich europaweit publizistisch und politisch für die Erhaltung des Friedens und für eine europäische Friedensordnung ein. 1908 trat er der Freimaurerloge „Sokrates“ bei.

Die Zeit des ersten Weltkriegs verbrachte Alfred Hermann Fried in der Schweiz im Exil. Er setzte sich dort für die Gründung des Völkerbundes ein, war aber nach der Gründung des Völkerbundes, mit seinen Strukturen und Möglichkeiten unzufrieden und kritisierte die Einrichtung.


Weltfriedenskongress 1907 in München: A. H. Fried (stehende Reihe, Dritter von rechts); ebenfalls abgebildet: Bertha von Suttner, Ludwig Quidde, Frédéric Passy, Edwin Doak Mead, Henri La Fontaine


Am 4. Mai 1921 verstarb der Pazifist und Vorkämpfer für ein großes europäisches Friedensprojekt im Wiener Rudolfsspital. Begraben ist er im Urnenhain der Feuerhalle Simmering, in einem Ehrengrab der Stadt Wien.

Alfred Hermann Fried zu Ehren und zum Andenken arbeiten wir für Menschen, die ein verbrecherischer, imperialistischer Krieg in Europa, unserer gemeinsamen Heimat, entwurzelt hat.


Sämtliche in diesem Beitrag befindlichen Fotos und Bildunterschriften abgerufen am 18.1.2024 von: Wikipedia (Link)

 
 
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