Frieden erreichen?
- vorstand35
- 14. Juni 2024
- 2 Min. Lesezeit

Yuliana Amelina
We will never reach peace. Our lives are full of tests we have to pass. We are here not to live in calmness, however, we are here to find the true meaning of our existence and do good actions. In this life, something destroying, horrible and heartbreaking will always happen due to people's desires.
So our mission is not to live in peace, but to live the correct way. Of course, we hate wars and genocide. But as citizens whose opinion sometimes doesn't matter, we should just do our thing and try to do our best to get ourselves together. Peace isn't the main goal, but having a guided life is.
Yuliana Amelina besucht die zehnte Klasse der Taras Schwetschenko Schule Nr. 44 in Lemberg. Ihrem Kurzessay wurde von der Jury der dritte Preis in der Kategorie Essay zuerkannt.
Frieden erreichen?
Die meisten Menschen verstehen heute unter Frieden und Eintracht die Abwesenheit von Krieg und das Recht auf Sicherheit. Aber kann es echten Frieden in der Welt geben? Meine Antwort lautet: Nein. Gewiss, wir wollen den Frieden. Aber Frieden ist eine utopische Idee. Wir leben nicht in einer Welt, in der es das Böse nicht gibt.
Der Krieg ist eine Katastrophe — das ist uns allen bekannt. Oft müssen die Menschen für die Interessen höherer Schichten kämpfen und sich dem System unterordnen. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zwei Jahren gegen die russischen Angreifer, die von einem grausamen Diktator geführt werden.
Wir wollen den Frieden. Aber der Frieden stellt sich nicht ein, bloß weil einem der Krieg nicht gefällt. Toleranz ist auch kein Ausweg, denn sie ist die Ursache des moralischen Verfalls. Der Frieden stellt sich nicht ein, wenn Herrscher ihre Macht in einer Art und Weise gebrauchen können, wie niemals zuvor. Wir haben das Internet, Künstliche Intelligenz, ausgeklügelte Technologien, kommunikative Strategien – es ist leicht, uns dazu zu bringen, auf eine gewünschte Art zu denken. Den Menschen werden unterschiedliche politische Modelle aufgezwungen. Sie werden ihnen als „Rettung des Volkes“ verkauft, aber alle nützen sie nur der Obrigkeit und nicht den einfachen Leuten. Das ist ein enormes Problem, gegen das die Menschen nicht ankämpfen wollen, da es ihnen leichter fällt, sich unterzuordnen, als ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Wir wollen den Frieden. Aber seien wir Realisten und begreifen wir doch, dass das menschliche Leben voller Beschwernisse ist; es ist uns nicht gegeben, immer ruhig zu leben. Wir können nur in Sicherheit leben, das ist wichtig für uns. Aber wir können nicht so tun, als gäbe es Frieden immer und überall. Das ist unmöglich. Denn es findet sich immer ein Einzelner oder eine Gruppe, die mehr Macht möchten und sich Vorteile verschaffen wollen um den Preis des menschlichen Lebens.
Wir wollen den Frieden, damit unsere Kinder wieder lachen können, damit sie vor einem Feuerwerk keine Angst mehr haben müssen, damit sie keine Panikattacken mehr bekommen, und das Leben wieder in normalen Bahnen verläuft. Ja, wir wünschen uns Frieden und Ruhe. Aber sich mit Illusionen selbst zu beruhigen, hat keinen Sinn. Wir haben noch viele Prüfungen zu bestehen.




