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Lembergs Jugend denkt Frieden neu

Aktualisiert: 21. Mai 2024

YouTube und soziale Medien quellen über von Beiträgen über den Krieg Moskowiens gegen die Ukraine. Ein Kriegsende wird oft mit Frieden gleichgesetzt. Dabei wird außer Acht gelassen, dass Frieden sehr viel mehr braucht als "Schwerter zu Pflugscharen". Wir laden die Jugend von Lemberg ein, darüber nachzudenken, was Frieden abseits von Krieg bedeutet und wie man ihn gewinnen und sichern kann.





Oberstufenschüler von 117 Lemberger Schulen werden von uns eingeladen, über Frieden nachzudenken. Dabei geht es nicht um den Krieg Russlands gegen die Ukraine, sondern um Wege zur Sicherung des inneren Friedens in der Gesellschaft.


Die ukrainische Gesellschaft ist äußerst vielfältig. Unterschiedliche Ethnien leben in der Ukraine zusammen. Ungarn, Rumänen, Moldauer, Polen, Belarussen, Juden, Armenier, Tataren, Roma und Russen leben als Minderheiten in der Ukraine. 77,8 % der Bevölkerung sind Ukrainer, 17,3 % verstehen sich als ethnische Russen. 18 Sprachen sind als Minderheitensprachen anerkannt – aber im öffentlichen Leben nicht gleichberechtigt. Als Amtssprache gilt nur das Ukrainische.


Das friedliche Miteinander der verschiedenen Ethnien ist im Alltag kein Problem. Aber der Frieden im Inneren eines Landes hängt von vielen Faktoren ab: Politische Teilhabe, Gleichberechtigung, Korruption der Gerichte und Rechtssicherheit, von der staatlichen Verwaltung, der Rolle der Kirchen und Glaubensgemeinschaften, der Verteilung des Volksvermögens und der Einkommen, den Arbeitnehmer- und Minderheitenrechten, etc.


Wir sind gespannt, welche Aspekte und Faktoren der Lemberger Jugend wichtig sind. Zur Teilnahme am Aufsatz- und Malwettbewerb werden jene Schülerinnen und Schüler eingeladen, die im nächsten Jahr die Oberstufe ihrer Schule abschließen. Diese Generation wird in den nächsten Jahren den inneren Frieden im eigenen Land entscheidend gestalten, prägen, gewinnen oder verspielen.


Gemeinsam mit dem Lyzeum Orijana, das bei einem Raketenangriff der Moskowiter arg beschädigt wurde, und der Schulverwaltung der Stadt Lemberg werden wir diesen Wettbewerb durchführen. Der Wettbewerb wird über drei Stufen geführt: Jede Schule kürt den oder die GewinnerIn auf Schulebene. Auf der zweiten Stufe erstellt eine Jury der Stadt eine Shortlist der Schulsieger. Schließlich präsentieren die AutorInnen bzw. ZeichnerInnen / MalerInnen ihre Arbeiten einer externen Jury aus Vertretern der Zivilgesellschaft, die die SiegerInnen des Wettbewerbs ermittelt.

 
 
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